Mamma-MRT
Indikation für die MRT-Mammographie
- MRT-Untersuchung(en) der weiblichen Brustdrüse zum Rezidivausschluss (frühestens 6 Monate nach der Operation oder 12 Monate nach Beendigung der Bestrahlungstherapie) eines histologisch gesicherten Mamma-Karzinoms nach brusterhaltender Therapie, auch nach Wiederaufbauplastik, für den Fall, dass eine vorausgegangene mammographische und sonographische Untersuchung die Dignität des Rezidivverdachtes nicht klären konnte
Nur in diesem Fall werden die Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen
Für Privatversicherte und Selbstzahler bieten wir die Untersuchung selbstverständlich auch als Früherkennungmethode / Vorsorge an.
Durchführung der Untersuchung
Die Untersuchung erfolgt in einem starken Magnetfeld innerhalb einer Röhre. Sie wird in Bauchlage durchgeführt, wobei die Brust in einer speziellen Untersuchungsspule gelagert und leicht komprimiert wird. Dies ist für eine optimale Bildqualität erforderlich. Bewegungen werden minimiert, die sonst die Feindiagnostik erschweren.
Der Druck auf die Brust ist sehr viel schwächer als bei der Mammographie.
Während der Untersuchung wird ein Kontrastmittel in eine Armvene über eine flexible Verweilkanüle gespritzt. Dieses kann einen eventuell vorliegenden Tumor gegenüber dem normalen Brustdrüsengewebe durch dessen vermehrte Durchblutung detektieren.
Insgesamt dauert die Untersuchung ca. 15 Minuten. Der erste Teil besteht aus Bildern ohne Kontrastmittel, der zweite Teil aus Bildern mit Kontrastmittel. Die Bilder vor und nach Kontrastmittelgabe werden computergestützt ausgewertet, um eine eventuelle Kontrastmittelaufnahme als Tumorhinweis zu erkennen.
Wichtig ist, dass Sie bei der Positionierung eine optimale und für Sie bequeme Stellung einnehmen, in der Sie 15 Minuten ruhig liegen bleiben können. Je geringer Ihre Bewegungsänderungen während der Untersuchung sind, desto genauer kann die Untersuchung später ausgewertet werden.
Die Auswertung der Untersuchung ist sehr zeitaufwendig und kompliziert. Durch die erstellte Mamma- MRT entstehen mehr als 1000 Einzelbilder. Daher erfolgt die Auswertung der Untersuchung außerhalb des Routinebetriebs der Praxis. Sie wird von zwei Fachärzten getrennt voneinander durchgeführt.
Der optimale Untersuchungszeitpunkt liegt in der zweiten Woche nach Beginn der Periode (zwischen 7.-14. Tag des Zyklus). In diesen Tagen sind hormonell bedingte Anreicherungen in der MRT am geringsten und die Auswertbarkeit am besten.
Patientinnen nach Brustkrebs mit Antihormontherapie können zu jeder Zeit untersucht werden.
Auch bei Platzangst kann die Untersuchung durchgeführt werden. Wir geben Ihnen dann über die Verweilkanüle vor der Untersuchung ein Medikament, das zuverlässig Angstgefühle löst. Danach dürfen Sie jedoch nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und können auch eine leichte Müdigkeit/ Benommenheit verspüren.



